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Bergerlebnis und Alm-Flair pur - Piesenhauser Hochalm

Herrliche Lage auf dem Hochplattensattel am Friedenrath und der Hochplatte.

Die Piesenhausener Hochalm – per Wanderschuh und Bike..

Unser Ziel ist klar und liegt auf 1360 m Höhe am Fernwanderweg E4, der von Niedernfels über die Staffnalm und den Hochplattensattel direkt an der Hütte vorbei zur Kampenwand führt. Er ist gut präpariert und daher auch für Mountainbiker bestens geeignet. Sternförmig führen verschiedene Aufstiege von Grassau, Schleching, Marquartstein oder überschreitend von Aschau zur Alm. 

Die Piesenhauser Hochalm ist lohnend auch für die ganze Familie von Anfang Juni bis Mitte Oktober. An Verpflegung gibt es almtypische Speisen und Getränke, vor allem Speck und selbst hergestellten Käse zu günstigen Preisen. Die Almerin bäckt auch täglich verschiedene Kuchen auf der Alm. 

Das Gebäude steht auf einer kleinen Kuppe. Die Hochalm hält vor allem Jungvieh, aber auch einige Milchkühe (von denen stammt die Milch für den Almkäse). Die Piesenhauser Hochalm hat eine strategisch sehr günstige Lage am Schnittpunkt mehrerer Wanderrouten. So findet Ihr eine größere Speisekarte mit gutem Angeboten vor. 

Unser Vorschlag: Wie wäre es mal mit dem Friedenrath auf 1.432 m?

Der Friedenrath ist vorgelagerter Gipfel der Hochplatte, der innerhalb der Chiemgauer Alpen nicht gerade zu den bekannteren Zielen zählt. Mit ein wenig Orientierungsvermögen ist der Anstiegsweg auch nicht schwer zu finden. 

Am Parkplatz der Hochplattenbahn bleibt die Talstation rechts und wir schlagen den Forstweg in Richtung Staffn-Alm und Hochplatte ein. Dieser leitet uns in nordwestlicher Richtung in den Bergwald hinein und in der Folgezeit in einigen Kehren bergauf. Nach einer Gehzeit von etwa 20 Minuten erreichen wir eine beschilderte Verzweigung. Hier verlassen wir den breiten Fahrweg nach links (Wegweiser Staffn-Alm, Hochplatte, Kampenwand) und biegen in einen etwas schmäleren Forstweg ein. Nach einem sanften Linksbogen und einer scharfen Rechtskurve wendet sich der Weg nach Westen und schlängelt sich in moderater Steigung weiter aufwärts. Später überqueren wir in einer Rechtskurve einen Bachgraben und unser Weg wendet sich nach Norden. In vielen Kurven erreichen wir in nördlicher Grundrichtung nach knapp 1 ¼ Stunden den Abzweig unterhalb der Staffn-Alm. An dieser Verzweigung biegen wir links ab und bleiben so auf der beschilderten Route zur Hochplatte. Kurz darauf gelangen wir zu einer Kreuzung und halten uns hier leicht links (Wegweiser Piesenhausener Hochalm, Hochplatte, Kampenwand). Der moderat ansteigende Weg bringt uns durch lichten Wald südwestwärts und nach einer Linkskurve lassen wir einen Abzweig links liegen. Weiter alle unbeschilderten Pfade ignorieren, die von unserer breiten Trasse wegführen. Nach einer Sitzbank und einer Linkskurve erreichen wir eine beschilderte Verzweigung.

Der Anstiegsweg zur Hochplatte wird nach rechts abbiegend verlassen (Wegweiser Bergwalderlebnisweg Staffen, Grassau, Rottau). Über einen schmäleren Wanderweg tauchen wir nun in nordwestlicher Richtung in den schattigen Bergwald ein und passieren dort einen auffälligen Felsblock. In einem Links- und einem Rechtsbogen führt uns der Weg zu einem breiten Fahrweg hinauf, dem wir rechtshaltend für wenige Meter folgen. An einer Lichtung, von der wir über eine Almfläche hinüber zum bewaldeten Staffen schauen, wenden wir uns scharf nach links und schlagen den beschilderten Weg in Richtung Piesenhauser Hochalm, Hochplatte und Kampenwand ein. Ein Waldpfad leitet uns nun in südöstlicher Richtung bergauf und der Untergrund wird nach und nach steiniger.

Im langgezogenen Rechtsbogen queren wir die felsige Friedenrath-Ostflanke und verlassen nach einer schrofigen Steilstufe den Wald. Auch den Hauptweg lassen wir nun hinter uns, biegen rechts ab und steigen zum Wiesensattel zwischen Haberspitz und Friedenrath empor. Weiter nach rechts und den deutlichen Steigspuren folgend in nördlicher Richtung auf den Waldrand zu. Im Wald passieren wir ein Drehkreuz und wandern über den nun deutlichen Pfad in eine Senke hinab. Beim nächsten Grataufschwung bleiben wir rechts vom Kammverlauf und queren an einigen Latschen vorbei. Nach dem Quergang steigen wir linkshaltend steil über einen schrofigen Steig zum Bergrücken empor. An dieser senkrecht nach Westen hin abbrechenden Stelle blicken wir erstmals hinüber zur Kampenwand.

Jetzt erreichen wir rechts den höchsten Punkt am Friedenrath. Vom eigentlichen Gipfel folgen wir dem Steig durch die Latschen weiter nach Norden und kommen zu einem weiteren Buckel. Linkshaltend lässt sich dieser über einen steilen Pfad erklimmen. Von diesem Aussichtspunkt erblicken wir auch das Gipfelkreuz, welches ein Stück weiter nördlich an einer tieferen Stelle steht. Wir überschreiten leicht rechtshaltend den Schrofenbuckel, an dem man auch rechtshaltend vorbeiqueren kann. Über eine wurzelige und schrofige Steilstufe steigen wir in eine Senke hinab, wandern weiter nach Norden und erreichen linkshaltend über eine schrofige Latschengasse den Fuß des felsigen Kreuzgipfels. Rechts können wir durch eine Rinne in leichter Kraxelei zum beengten Gipfel hinauf. Von hier genießen wir den herrlichen Tiefblick auf den Chiemsee und schauen über das Achental zum Hochgern und Hochfelln. 

Nun geht’s zur Belohnung abwärts weiter zur Piesenhauser Hochalm. Vom Gipfel zurück in den Wiesensattel zwischen Haberspitz und Friedenrath und jetzt geradeaus weiter südwestlich in einem Gegenanstieg in kurzen Kehren bergauf. Moderat aufsteigend die bewaldete Flanke der Haberspitz querend, bis ihr nach einem Durchlass am Weidezaun zu einer Verzweigung kommt. Danach dem breiten Wanderweg weiter geradeaus folgen, bis auf die Fahrstraße, die vom Sattel zwischen Haberspitz und Hochplatte herunter kommt. Rechts auf dem breiten Weg in sanftem Gefälle zur Piesenhausener Hochalm folgen (30 Minuten ab dem Friedenrath). 

Gehzeit beträgt gut 2 Stunden; Abstieg: 1,5 Stunden – bei Nutzung der Bergbahn um die Hälfte kürzer.

Höhendifferenz: 900 Höhenmeter (inkl. Gegenanstieg). Distanz: 5 Kilometer (einfach)

Der Rückweg führt über den Forstweg von der Hochalm in etwas mehr als einer Stunde zur Bergstation an der Staffn-Alm bzw. knapp zwei Stunden zur Talstation ins Tal.

 

Mit dem Mountain Bike zur Hütte mit Erfrischung und deftiger Brotzeit. 

Mit guter Kondition auf 1.360 Meter Seehöhe zum herrlichen Chiemgauer Panorama.

Diese Mountainbiketour bietet an ihrem Endziel, der Piesenhauser Hochalm, eine wirklich herrliche Aussicht. Die Alm wird zwar gern besucht, ist aber lange nicht so überlaufen wie das weiter untenliegende Almgebiet. Dort befindet sich bekannterweise die Bergstation der Hochplattenbahn, die für einen entsprechenden Touristenrummel sorgt. Wir fahren ab der Talstation meist durch lichtem Wald auf gut ausgebauten Schotterwegen, nur kurzzeitig ist der Untergrund etwas lose. Die durchgehende Steigung wird nie unterbrochen, dabei ist einiges an Ausdauer nötig, um die Auffahrt von knapp 850 Höhenmeter in einem Stück zu schaffen. Für Biker mit schwacher Kondition ist „Zeit lassen“ angesagt, während es E-Biker wesentlich einfacher haben. Bike & Hike auf den Grassauer Hausberg: Am höchsten Punkt angekommen, können Gipfelsammler in einer halben Stunde zu Fuß zum Kreuz der Hochplatte steigen. Mit einer kurzen Abfahrt nach dem Sattel ist alle Anstrengung vergessen und ihr genießt auf der Sonnenseite der Alm den Ausblick nach Süden. Dauer: Auffahrt 2 Stunden und Abfahrt 30 Minuten. Höhenunterschied950 Höhenmeterbei einer Streckenlängen von 14,3 Kilometern.

Die Auffahrt ist durchgehend ansteigend, zeitweise steiler, meist gut befahrbarer Schotter und eher noch mit leichter Schwierigkeit einzuordnen. Vom Parkplatz der Hochplatten-Sesselbahn geht’s über die Forststraße, zuerst südlich des Parkplatzes und dann nach Westen aufwärts. Nicht den Schotterweg, der rechts der Talstation beginnt, denn dieser wird später extrem steil. Nach 1.100 Metern, auf ca. 720 Meter Höhe, biegen wir bei der Gabelung links ab. Jetzt immer den Wegweisern zur Piesenhauser Hochalm folgen. Der Weg führt stetig nach oben und wendet kurz vor der Staffn-Alm von Nord auf Südwest. Zwei Serpentinen weiter erreichen wir an der Hochplattenalm den höchsten Punkt. Hier öffnet sich der Blick auf das Massiv der Kampenwand mit Sulten und der Gederer Wand. Links gehts über den Bergsteig in 30 Minuten zum Gipfel der Hochplatte. Der ruppige Untergrund führt uns jetzt schon in wenigen Minuten zur Piesenhauser Hochalm. Direkt hinter ihr ragt schroff die Kampenwand empor. Der Ausblick im Norden umfasst auch den Chiemsee, von der sonnigen Südseite aus reicht unser Blick auf die Berchtesgadener Alpen, Loferer Steinberge, Kitzbüheler Alpen, Hohe Tauern und das Kaisergebirge. Zurück zu unserem Ausgangspunkt geht es auf dem gleichen Weg.

 

Datum: 31.08.2021