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Gesund + fair: Regional bei unseren Hoflaeden, Bauern und Maerkten vor Ort einkaufen.

Regional einkaufen: Warum es gesünder ist, fairer und nachhaltiger ist!

Unsere Hofläden, Bauernhöfe und Märkte bieten Frische direkt vor unserer Haustür.

Obst und Gemüse auf dem Bauernhof, in den Hofläden und den Bioabteilungen unsere heimischen Lebensmittelmärkte und Bauernmärkte zu kaufen oder von anderen Anbietern in der Region ist nicht nur nachhaltig, sondern auch gesund. Die Gründe werden immer logischer und einleuchtender, warum regional einkaufen für Umwelt und Mensch am besten ist.

Alle Früchte, die regional angebaut und saisonal geerntet werden, verfügen über einen besseren Geschmack und sind reichhaltiger an lebenswichtigen Inhaltsstoffen. Der Grund dafür liegt darin, dass regional angebautes Obst und Gemüse auf dem Feld länger ausreifen kann. Dabei können sich Aroma und gesunde Inhaltsstoffe ausreichend entwickeln.

Gerade wenn Eltern mit Ihren Kindern in einem Hofladen einkaufen, ist das ein besonderes Erlebnis. Kinder machen die Erfahrung, dass die Lebensmittel nicht im Supermarkt wachsen, sondern in der Natur. Das steigert die Wertschätzung für Umwelt und Lebensmittel. Ein Einkauf auf dem Bauernhof in Verbindung mit einer Hofführung ist pädagogisch sehr wertvoll.

Wer beim Einkauf etwas für Mensch, Tier und Umwelt tun möchte, muss nicht auf eine ausgewogene Ernährung verzichten, denn diese gehören zusammen. Fangt doch schon im Familienalltag an, gemeinsam mit Euren Kindern einzukaufen und zu kochen: Je früher das Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise geweckt wird, umso besser verankert es sich.

Spaß und Genuss sind bei Essen und Trinken unverzichtbar und Voraussetzung für eine dauerhafte Umstellung der Essgewohnheiten. Sich nachhaltig zu ernähren und dabei Umwelt, Mensch und Tier zu respektieren, schließt den guten Geschmack nicht aus. Eine überwiegend pflanzliche Kost, bestehend aus ökologisch, regional, saisonal und fair produzierten Lebensmitteln mit geringem Verarbeitungsgrad trägt dazu bei, die weltweiten Lebens- und Umweltbedingungen positiv zu beeinflussen.

Nachhaltig zu leben, zu essen und zu trinken bedeutet aber mehr als nur fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu verzehren und Fleisch und Wurstwaren nur in Maßen zu genießen. Entscheidet Euch also für Produkte aus einer sozial und ökologisch gerechten Landwirtschaft in unserer Region. Eure Einstellung, Wertschätzung und der Einkauf in unserer Region schaffen die Basis und stärken unsere Bauern ohne dafür ein großes Netzwerk digital oder jeder anderen bürokratischen Art mit hohem Aufwand installieren zu müssen. Besucht Höfe oder weiterverarbeitende Betriebe wie auch Molkereien, um Euch direkt über die Herstellung der Lebensmittel zu informieren. Kurze Wege aus Stall und vom Acker zum Teller sorgen für eine höhere Transparenz und günstigere Preise und nicht zuletzt vitamin- und werthaltigere Nahrungsmittel. Kauft seltener und stattdessen qualitativ hochwertigeres Fleisch, das nicht aus Massentierhaltung stammt. 

Ob Kräuter auf der Fensterbank oder Tomaten auf dem Balkon – baut doch mal selbst etwas an. So erweitert Ihr auch Euer praktisches Wissen über Lebensmittel aus.

Was ist regionale und saisonale Ernährung? Einfach ausgedrückt bedeutet das, sich nur solche Lebensmittel zu essen, die in der eigenen Region und in der aktuellen Jahreszeit erzeugt wurden. Der Grundgedanke ist, zwischen Erzeugung und Verbrauch möglichst kurze Wege zurückzulegen.

Streng genommen ist eine regionale Ernährung immer eine saisonale Ernährung, denn in der eigenen Region herrscht immer nur eine Saison. 

Warum ist regionale Ernährung wichtig? Diese Frage beantwortet ein Blick auf die aktuelle Situation: Verbraucher kaufen den Großteil ihrer Lebensmittel in Supermärkten. Discountketten beziehen ihre Ware von Erzeugern aus aller Welt. Bedeutsam ist dabei vorrangig, welche Produkte den größten Gewinn versprechen. Zwischen dem Verbraucher und dem Erzeuger steht eine praktisch unüberwindbare Mauer: Auf dem Esstisch landen anonyme Produkte, deren genaue Herkunft kaum jemand nachvollziehen kann.

Wie kann ich als Verbraucher von regionaler Ernährung profitieren?

Ökonomie. Jeder Cents beim Kauf im Chiemgau kann somit in unserer Region bleiben und kann reinvestiert werden. Regionale Ernährung stärkt so neben kleinen Erzeugern die gesamte Kommune und Region.

Soziale Auswirkungen, Transparenz und Sicherheit. Regionale Ernährung ermöglicht eine transparente Nahrungskette: Der Verbraucher kann den Erzeuger persönlich kennenlernen. Das ist keine Garantie, jedoch eine Voraussetzung für persönliche Verantwortung und Gewissenhaftigkeit. Neben den verbesserten wirtschaftlichen Bedingungen für den Erzeuger ermöglicht auch die erhöhte Transparenz bessere soziale Verhältnisse. Verbraucher haben direkten Einblick in Arbeitsbedingungen und können durch ihre Kaufentscheidungen unmittelbar Einfluss nehmen. Und teilweise ermöglicht regionale Ernährung überhaupt erst das Überleben kleinerer Landwirte oder die Entstehung einer lokalen Nahrungskette.

Kultur und Esskultur. Erst regionale Ernährung ermöglicht den persönlichen Kontakt zwischen Verbrauchern und Erzeugern, fördert den Austausch, das gegenseitige Verständnis der täglichen Herausforderungen und Bedürfnisse. Aus diesem persönlichen Kontakt kann eine gemeinsame Kultur der Wertschätzung wachsen. Wertschätzung echter Lebensmittel und echten Handwerks.

Diese Wertschätzung kann den Verbraucher ermutigen, wieder mehr Acht zu geben beim Kauf von Lebensmitteln. Acht zu geben auf seine eigene Ernährung, sich bewusster und gesünder zu ernähren. Diese Achtsamkeit erhebt Lebensmittel und verleiht ihnen zusätzlich emotionalen Wert.

Regionale Ernährung ist zwar mit Beschränkungen verbunden, doch das bedeutet keinen Verzicht auf Vielfalt, keine Einschränkung. Zu jedem Zeitpunkt des Jahres sind verschiedenste Produkte frisch oder als Lagerware erhältlich.

Darüber hinaus fördert diese Art des Einkaufens gerade die Vielfalt: Statt das ganze Jahr über nur die gewohnten Tomaten zu kaufen, stehen nun je nach Saison andere Gemüse auf dem Einkaufszettel. Dies fördert eine abwechslungsreiche Ernährung. Und es fördert und fordert Kreativität bei der Zubereitung. Sowohl um aus den gleichen Zutaten unterschiedliche Mahlzeiten zu bereiten, als auch um zu lernen, die ständig wechselnden 

Gemüsesorten schmackhaft zu verarbeiten. Wer seine Ernährung auf regionale Produkte umstellen möchte, könnte zunächst seinen aktuellen Einkaufszettel prüfen und schauen, welche der Produkte direkt von regionalen Erzeugern erhältlich sind. 

Wichtig ist das Stichwort “Aus eigener Erzeugung”. Oft handelt es sich dabei um Bio-Erzeuger, einige davon haben auch die Ware ihrer etwas weiter entfernten Kollegen im Programm. Eine weitere Anlaufstelle wären Hofläden oder Landwirtschaftsgemeinschaftshöfe. Wer so die regional verfügbare Ware prüft, wird schnell feststellen, welche Lebensmittel es aktuell gibt. So kann langsam ein Austausch der gewohnten, oft nicht-saisonalen Ware gegen das regionale (und somit saisonale) Angebot stattfinden.

Der so begonnene Weg der Umstellung führt sich meist von selbst weiter, denn die Begeisterung für persönliche Lebensmittel lässt selten lange auf sich warten und alle übrigen Schritte fallen immer leichter. Mit jedem geknüpften Kontakt wächst Euer Netzwerk und schnell sind alle Geheimtipps bezüglich der Erzeuger ausgetauscht.

Es gibt viele Gründe, sich regional zu ernähren. Ob nun qualitativ, sozial, ökonomisch, ökologisch oder kulturell: Die Argumente sind schlagkräftig. Die Beschränkung auf regionale Lebensmittel muss keine Einschränkung sein. Vielmehr ist sie in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung, auch gesundheitlich und kulinarisch und unsere Bauern und Erzeugern danken es Euch mit hoher, sicherer und frischer Qualität, die gleichzeitig viel für Eure Gesundheit investieren. Unsere Landwirtschaft und unsere Hofläden sind sehr gut vernetzt und stärken zudem die Infrastruktur unserer Region, und das nicht nur in Sachen Ernährung und Lebensmittelversorgung. Unsere Einkaufstabelle in Kurzform ist zum Ausschneiden und für Eure Pinwand gedacht, damit Ihr jederzeit wisst, wo es gesunde und frische Lebensmittel bei uns vor Ort gibt.

Datum: 24.09.2020