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Gastlichkeit bewahren - Kulinarisch geniessen.

Der goldene Oktober bringt Erntedank und Kirchweih – Zeit für Dankbarkeit und Genuss.                                                                                           

Kulinarisch und gmüatlich genießen bekommt jetzt hohe Wertschätzung.

Die Plätze sind zwar begrenzter geworden, aber das ist noch lang kein Grund, um auf den Genuß zu verzichten. Die Früchte und Erzeugnisse aus Wald, Feld und Flur sind jetzt reif für die Küche. Es ist die Zeit des Erntedanks und des Kirchweih-Festes. Schnell die letzten Sonnenstrahlen einfangen und die große Vielfalt an frischen regionalen Erzeugnissen genießen. Das sollte man feiern und mit lieben Menschen den Sommer ausklingen lassen. Ein anderes Kulturgut und die Philosophie unserer Wirtinnen und Wirte ist in dieser unsicheren Zeit in Gefahr: Die Sorge um unsere Gastlichkeit und Geselligkeit. Wenn bei der Begrüßung schon Stop-Schilder und Registrierungslisten das Bild beherrschen, spürt man schon die Anspannung von Wirt und Bedienung, um ja keine Vorschrift, Gesetzesvorgabe oder strafrechtliche Anordnung zu übersehen. Dabei ist jedes Geschäft sowie auch jeder Wirt nur für sich und sein Team verantwortlich und hat für Gast wie Kunde nur die Informationspflicht zu erfüllen. Verantwortung über die Einhaltung von Hygienemaßnahmen hat der Gast in erster Linie selber. Halten wir es doch mit gesundem Menschenverstand und logisch; mit Rücksicht, Umsicht und Abstand Schutz und Einschränkung nur wo es wirklich notwendig ist und die Abstandsregel nicht eingehalten kann. Damit unsere Wirte und wir Gastlichkeit leben können und dies Kultur nicht durch Trennung und unverhältnismäßiger Vorschriften gefährden. So, wie wär’s, Erntedank im kleinen Kreis mit einen schönen Abendessen zu feiern, das geht, ganz besonders wenn alle aus dem gleichen Haushalt und der Familie kommen! Unsere Wirte haben die passenden Gerichte mit saisonalen Produkten. Frisch vom Bauern schmeckts am besten.

Gefeiert wird das Erntedankfest am ersten Sonntag im Oktober. Früchte aus Feld, Flur und Garten werden als Dank für die Ernte zum Altar gebracht, die Kirchen werden geschmückt. Dazu kommen noch Speisen wie Butter, Brot, Schinken und Wein. Zur Erntedankfeier in der Kirche wird der Altarraum ausgeschmückt mit farbenprächtigen Blumengestecken, Getreidegebinden und Früchtearrangements, die anschließend an Bedürftige verteilt werden. 
Besonderes Augenmerk gilt dem Brot. Wir danken allen, die dafür sorgen, dass wir es essen können. Denn bis das Brot auf unseren Tisch gelangt, bedarf es vieler kräftiger Hände. Nicht grundlos ehrten es unsere Vorfahren, und: Niemals warfen sie Brot weg! Zum Erntedank gehören auch die festlich-bunten Almabtriebe.

In vielen Kirchengemeinden ist es üblich, eine schöne Erntekrone aus den verschiedenen Kornarten zu fertigen und in der Kirche zu präsentieren. Erntedank, das ist das Fest, das mit dem Jahreslauf des bäuerlichen Lebens zusammenhängt. 

Aber auch ohne christlichen Hintergrund hat der Gedanke des Erntedanks mehr Aktualität denn je. In Zeiten, wo die großen Trends saisonal und regional heißen, ist der Grundgedanke des Erntedankfestes nur logisch. Man sollte sich auch so Gedanken über die Vielfalt unserer heimischen Lebensmittel machen und dass unser Wohlstand nicht selbstverständlich ist. 

Als Geschenkideen für Freunde, Bekannten eignen sich zu diesem Anlass oder um diese Zeit, beispielsweise Früchte aus Ihrem Garten, ein Saatgutpaket für alle Gartenfreunde oder einen Strauß frisch gepflückter Blumen.

Der goldene Oktober taucht unser Achental in ein eindrucksvolles Farbspiel und macht so nicht nur Lust auf kulinarischen Genuss sondern auch auf Wanderungen. Zunächst noch auf den Bäumen, bedecken und schmücken die Blätter und Nadeln bald auch die Wanderwege mit einem farbenprächtigen Teppich. 

Das Herbstmotto lautet: Riechen, fühlen, schmecken, atmen und erleben!

Kreative und gesunde Gerichte spiegeln diese Eigenschaften direkt wider.  

Mit diesem Qualitäts-Rezept verwöhnt Sie unsere Küche das ganze Jahr... 

mit Lust und Leidenschaft frisch zubereitet zum aktuellen Zeitgeist passend. Entdecken Sie die kleinen Kreisläufe unserer Gastronomie, wie aus der heimischen Landwirtschaft die Frische und Ursprünglichkeit der Produkte den Speisetisch erreicht. Damit garantieren wir auch die Herkunft und hohe Qualität der Produkte. 

Kulinarisch ist bei uns im Achental also für Groß und Klein einiges geboten! Seither servieren die Wirte Jahr für Jahr besondere einheimische Gerichte nach traditionellen Rezepten. Dabei legen die Gastronomen großen Wert auf ausgesuchte Qualität der Zutaten und verwenden vorwiegend regionale Produkte. Genuss und Geschmack in gemütlicher Atmosphäre, das finden Sie in den Achentaler Familienbetrieben - bei einigen schon in zweiter und dritter Generation: Auf geht’s zur herzhaften & lukullischen Reise von Wirt zu Wirt!

Die gemütlichen Gasthäuser, Almen und Restaurants laden jetzt ein, die Spezialitäten, die Küchenchefs, Köche und Gastronomen kreiert haben, kennenzulernen. „Einkehren, wo man sich wohlfühlt!“ Schnell kann man erkennen, dass die gemütlich, gesellige Atmosphäre passt und der Service freundlich und kompetent ist. Das macht den Unterschied aus und schafft die Voraussetzung für einen gelungenen Abend mit Freunden, der Firma oder der Familie. Es spricht aber natürlich nichts dagegen, vor jedem Schlemmen und Genießen eine Wanderung oder einen Spaziergang vor die Einkehr zu setzen und sich die Belohnung zu „verdienen“! Das Spätsommerwetter lockt noch mal in alle Höhenlagen, um bei uns im Achental und am Chiemsee unterwegs zu sein.

Aber wir wollen Sie jetzt nicht weiter aufhalten und wünschen Ihnen ganz einfach Guten Appetit: Lassen Sie sich zum Schlemmen verführen!

Kirchweih – Fest zum Ende des bäuerlichen und christlichen Jahreskreises.         

Auf den Teller dahoam und beim Wirt kommt meist Ente und Gans.

Unsere bayerischen Pfarreien feiern am dritten Sonntag im Oktober Kirchweih. Der genaue Weihetag ihrer Kirche ist meistens nicht bekannt, denn ursprünglich wurde dieses Datum aus einem anderen Anlass eingeführt. 

Früher war ein Gotteshaus nicht nur religiöser, sondern auch gesellschaftlicher Mittelpunkt eines Ortes. Damals hatten die Leute ein feines Gespür dafür, dass die Weihe der Kirche etwas Besonderes ist. Daher wurde der alljährliche Jahrestag der Kirchweihe früher überall festlich begangen – nicht nur geistlich. Das Fest dauerte oft mehrere Tage. Gerade in Bayern haben sich in diesem Zusammenhang viele Bräuche entwickelt, denn schließlich sind die Bayern dafür bekannt, besonders feierfreudig zu sein. \\\\\\\\\\\\\\\"A richtiger Kirta dauert bis zum Irda, wann sies duat schicka, aa bis zum Migga.\\\\\\\\\\\\\\\" Hochdeutsch: Eine richtige Kirchweih dauert bis Dienstag, und wenn es sich schickt, auch bis Mittwoch.

Lange war es üblich, dass eine Kirchweih entweder am tatsächlichen Jahrestag der Weihe oder – falls das Weihedatum unbekannt war – um den Gedenktag des Patrons gefeiert wurde. Auf dem Land war die Kirchweih eine wichtige Institution. Gerade die weltlichen Feierlichkeiten hatten es in sich: Das Bier floss in Strömen, ein Stück Braten nach dem anderen wurde verdrückt, es wurde getanzt, es wurde \\\\\\\"angebandelt\\\\\\\" und es gab ein spezielles Unterhaltungsprogramm. Und weil der Bayer ein geselliger Mensch ist, sind die Nachbardörfer beinahe geschlossen zum Mitfeiern gekommen.

So ging das reihum von Dorf zu Dorf. Aber wer soll da noch arbeiten, wenn quasi ständig eine ganze Gegend auf einem Kirchweihfest versammelt ist? Das fragte sich auch die bayerische Obrigkeit. Deshalb überlegte sie sich etwas, um dem ausschweifenden Treiben Einhalt zu gebieten: Es sollte ein einheitliches Datum für das Weihegedenken sämtlicher bayerischen Kirchen geben, und zwar am dritten Sonntag im Oktober. So kann jedes Dorf für sich feiern, und die Leute sind nicht ständig durch Feste in den Nachbarorten abgelenkt. Die Kirche war mit im Boot: 1866 führten die bayerischen Bistümer und Erzbistümer diesen Erlass ein. Heutzutage wird der zentrale Kirchweihsonntag nur noch in  jenen Kirchen liturgisch begangen, von denen man den Weihetag nicht kennt. In allen anderen Kirchen wird am dritten Oktobersonntag der gewöhnliche Sonntag im Jahreskreis liturgisch gefeiert. Dort, wo der Weihetag der Kirche bekannt ist, wird er auch tatsächlich an diesem Tag beziehungsweise am Sonntag darauf gefeiert.

Ein untrügliches Zeichen, dass ein Dorf Kirchweih feiert, liefert der \\\\\\\"Zachäus\\\\\\\". So heißt die rote Fahne mit weißem Kreuz, die an einigen Orten am Kirchturm angebracht wird. Ihren Namen erhielt die Fahne vom Evangelium des Kirchweihsonntags (Lk 19,1-10). Darin wird die Geschichte des Zöllners Zachäus erzählt, der auf einen Baum stieg, weil er Jesus sehen wollte. 

Schön, dass es die alten Kirchweih-Traditionen noch gibt. Viele Menschen pflegen dieses Brauchtum noch Jahr für Jahr. Für die Kirchweih hat jede Region eine eigene Bezeichnung.  Ein wahrer Klassiker zum Kirchweihfest ist der Gänsebraten. Traditionell kommt der Kirchweihbraten mit Rotkraut, Klößen und einer reichhaltigen Soße im Dorfgasthaus auf Deinen Tisch. Das kulinarische Highlight zur Kirchweih wird in manchen Gegenden in den Gasthöfen auch mit diversen Füllungen veredelt. Die Kirchweih-Gans wird vom Koch mit Maronen oder Äpfeln und Hackfleisch gefüllt. Genieße deshalb zur Kirchweih einen Gänsebraten. 

Wollt Ihr eine Kirchweih-Gans selber zubereiten, solltest Du auf Herkunft und Qualität achten. Gute Gänse bekommst Du direkt vom Bauernhof. Die ökologisch gehaltenen Gänse haben weniger Fett und besser ausgebildete Muskeln. Bei der fertig vorbereiteten Gans ist eine trockene Haut ein Hinweis für gutes Fleisch. Achte auch beim Einkauf der Gans auf die unversehrte Verpackung, sonst könnte das Gänsefleisch nicht mehr so saftig sein. 

Fotos: fotolia + shutterstock

 

Datum: 23.09.2020