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Gartenideen im April

Der Garten im April 

Bunte Hecken 

Blühende Gehölze sind perfekt als „Raumteiler“ oder Begrenzung und auch eine Augenweide. Bezaubernde Blütensträucher gibt es viele, und wir müssen uns nicht einmal zwischen ihnen entscheiden. Richtig geplant, bereichern gemischte Blütenhecken den Garten rund ums Jahr und präsentieren sich Monat für Monat mit neuen Blüten. Optimal für alle, die Abwechslung lieben. Prinzipiell lassen sich fast alle Blütensträucher als Heckenpflanzen verwenden. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Pflanzen ähnliche Standortansprüche haben und die Blüten und Blattfarben gut aufeinander abgestimmt sind. Durch geschicktes Kombinieren von Arten mit unterschiedlicher Blütezeit kann man sich über viele Monate an weißen, gelben, rosafarbenen oder roten Farbtupfern erfreuen. Sind Blütenhecken erst einmal gepflanzt, sind sie robust und pflegeleicht. Lediglich der Schnitt verdient etwas mehr Aufmerksamkeit. Bei einigen Arten wie der Felsenbirne werden lediglich alle zwei bis drei Jahre alte Äste herausgenommen, während andere wie die Forsythie regelmäßig ausgelichtet werden sollten damit sie nicht vergreisen. Beim Pflanzen selbst gilt: Setzen Sie die Sträucher lieber ein wenig enger als zu weit. Je nach Pflanzgröße empfiehlt sich ein Abstand zwischen 50 und 100 Zentimeter, damit Sie sich bald an einer geschlossenen Hecke erfreuen können. Blütenhecken erfreuen nicht nur uns Menschen, auch zahlreiche Tiere werden von der abwechslungsreichen Blütenhecke begeistert sein: Bienen, Hummeln und Schmetterlinge finden vor allem in ungefüllten Blüten reichlich Nektar, während Singvögel und Kleinsäuger die Hecke als Zufluchtsort, Schlafplatz und Nistplätze nutzen und sich im Winter über die Früchte freuen. Damit sich jährlich viele Blüten und Früchte bilden, schneidet man gelegentlich alte, ausladende Äste komplett in Bodennähe und überläßt den jüngeren Trieben die Blüten- und Fruchtbildung. Blühende Heckenpflanzen für hohe Hecken sind z.B. Brautspiere, Prachtspiere, Deutzia, Weigelie, Blutjohannisbeere, Forsythie, Gartenjasmin, Felsenbirne, Zwergblutpflaume, Apfelbeere und Kornelkirsche.

Ein Garten für Wildbienen 

Helfen Sie mit, unsere Wildbienen zu fördern, und lernen Sie die Nützlinge im eigenen Garten besser kennen. Neben dem Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume, können wir auch unsere Gärten in wertvolle Refugien für Wildbienen verwandeln. Viele Wildbienen sind auf eine einzige Blumenart spezialisiert, wie etwa z.B. die Glockenblume-Scherenbiene. Fehlt diese Blume, verschwinden auch die Bienen. Wildbienen benötigen ausreichende Nahrungspflanzen, geeignete Nistmöglichkeiten sowie Baumaterial für ihre Brutzellen. Eine große Artenvielfalt an heimischen Pflanzen lässt sich auch auf kleiner Fläche verwirklichen. Achten Sie beim Kauf auf Sorten mit ungefüllten Blüten, die vom Frühling bis Herbst den Wildbienen Nektar und Pollen spenden. Es gibt zahlreiche Stauden für jeden Standort von sonnig bis trocknem oder feuchtem Boden. Auch viele Gehölze im Garten gehören zu den wertvollsten Bienenpflanzen. Zum Beispiel Frucht tragende Gehölze wie Obstbäume, Kornelkirsche, Schlehe, Johannisbeere und Brombeere. Und Ziergehölze wie Wildrosen, Blutpflaumen Spitz-Ahorn, Sal-Weide, Efeu, und Japanische Zierkirsche. Auch wer Bienen & Co. auf Balkon und Terrasse beobachten möchte, kann durch eine insektenfreundliche Bepflanzung viele unterschiedliche Arten kennenlernen. Und wer dabei seine Bepflanzung richtig plant, kann vom Frühjahr bis zum Herbst den Bienen ausreichend Nahrung bieten. Die Gärtner und Baumschulen in unserer Umgebung werden Sie sicher über bienenfreundliche Pflanzen und Gehölze gut beraten. Auch natürliche Nistplätze für Wildbienen werden in unseren aufgeräumten sterilen Gärten immer weniger. Im naturnahen Garten können wir den verschiedenen Arten helfen, ihren Nachwuchs sicherzustellen. Mehr als die Hälfte aller unserer heimischen Wildbienen sind Erdnister so wie die Sandbiene, das heißt sie legen ihre Eier in Bruthöhlen im Boden. Sie bevorzugen sandigen Untergrund an einem ungestörten Platz. Auch sandige Pflasterfugen werden angenommen. Eine andere Gruppe sind die Hohlraum-Nister wie etwa Mauerbienen oder Scherenbienen. Sie nutzen hohle Pflanzenstängel, Spalten zwischen Steinen oder leere Schneckenhäuser. Andere Arten nisten in morschem Holz oder besiedeln stehengebliebene markhaltige Stängel, z.B. Königskerze oder Brombeere. Steilwandbewohner nisten in Lehmwänden oder sandigen Abbruchkanten. Hummeln bauen als staatenbildende Wildbienenart je nach Art Erdnester in Mauslöcher oder nutzen oberirdische abgestorbene Baumstämme oder Laubhaufen. Der Wildbienen-Nachwuchs schlüpft meist erst im folgenden Frühjahr. Wenige Tiere nutzen die Nisthilfe als Schlafplatz oder zur Überwinterung, die meisten sterben, nach dem sie für Nachwuchs gesorgt haben. 

Alternativen zum Buchs 

Ist dem Buchs noch zu helfen? Im letzten Jahr türmten sich auf Wertstoffhöfen Berge von Buchspflanzen die zum Teil Jahrzehnte alt waren. Sie wurden in kürzester Zeit von den Raupen des Buchsbaumzünslers kahl gefressen. Manch einer macht sich die Mühe und versuchte den Buchs mit aller Macht zu retten, doch die meisten gaben sich den gefräßigen Raupen geschlagen. Abgefressene Buchsbäume können sich zwar erholen und neu austreiben, aber einen neuen Befall überleben die Pflanzen jedoch kaum. Wenn alle Prophylaxe und Therapie nichts halt dann können andere Pflanzen als Ersatz gepflanzt werden. Als Alternative für den Buchs eignen sich z.B. die Buchsblättrige Berberitze, Zwergberberitze, Kletternder Spindelstrauch, Japanische Stechpalme, Eibe, und Zwerg-Rhododendron ´Bloombux`. Ihre Gärtnerei oder Baumschule wird Sie hinsichtlich über die Sträucher, den geeigneten Standort, Schnittverträglichkeit und Pflege gut beraten. 

Ab in die Höhe 

Wer im Garten wenig Fläche zur Verfügung hat, weicht nach oben aus. Denn Pergolen, Rosenbögen, Rankgitter bringen Abwechslung und Profil in den Garten und Kletterpflanzen an Rankgerüsten aller Art nehmen deutlich weniger Raum ein als breit wachsende Büsche. Kombiniert man verschiedene Arten, blüht es monatelang. So lassen sich Geißblatt, Clematis und Rosen zum Beispiel prima mit einjährigen Kletterpflanzen wie Kapuzinerkresse oder Prunkwinde ergänzen. Gerade in neu angelegten Gärten fehlt diese Komponente, da Bäume und Sträucher noch klein sind. Dann lassen sich mit berankten Konstruktionen schnell attraktive Höhepunkte schaffen. Jetzt im Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt, um Rankgerüste aufzubauen. Die Auswahl ist groß, meist können sie selbst montiert werden. Ranksäulen werden häufig nur in die Erde gesteckt. Bauwerke, die über den Kopf reichen, sollten mit einem Betonfundament verankert werden. Das Angebot an Kletterpflanzen zum Beranken der Gerüste ist in den Gärtnereien und Baumschulen jetzt besonders groß.

Datum: 06.04.2020