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Wintertipps zum Auto/ Erweiterung Fahrerlaubnis A1 Motorrad

Wichtige Winter-Autopflege Tipps.

Kommt jetzt gut mit Eurem Auto unbeschadet durch Eis und Schnee.
Minusgrade, Feuchtigkeit, Streusalz: Autos sind im Winter besonderen Belastungen ausgesetzt. Damit Euer Auto die kalte Jahreszeit innen wie außen gut übersteht, ist eine umfassende Autopflege im Winter oberstes Gebot.

Waschen, prüfen, säubern: Sagt dem Frost den Kampf an!

Die umfassende Autopflege im Winter wird oft vernachlässigt. Dabei schützt sie nicht nur Ihr Auto vor Schäden, sondern führt auch dazu, dass Ihr bei jeder Witterung sicher im Straßenverkehr unterwegs sind.

Regelmäßiges Waschen. Weil Autos im Winter schnell dreckig werden, sollten sie regelmäßig in der Waschanlage gesäubert werden. Dreck und Streusalz greifen die Karosserie an und setzen sich hartnäckig im Lack fest. Außerdem gefährdet Dreck auf Scheiben und Leuchten Eure und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer. Also ab in die Waschstraße und runter mit den Schmutzrückständen! Eine feste Vorgabe, wie oft Ihr Euer Auto waschen müsst, gibt es nicht – Vielfahrer sollten ein bis zweimal in der Woche die Waschstraße besuchen. Andere hingegen nur zweimal im Monat. Ein weiterer Hinweis: Achtet darauf, dass die Temperatur beim Besuch der Autowaschstraße nicht unter null ist, denn dann können Schlösser oder gar Bremsen durch Wasserrückstände einfrieren.

Gegen Schneematsch und Streusalzreste hilft nur eine regelmäßige Autowäsche. Bevor es in die Waschanlage geht, ist es ratsam, Salzablagerungen, Schneematsch, Splitt und Eis unter Einsatz eines Hochdruckreinigers und Schwammes manuell zu entfernen. Fahrzeughalter sollten mit dem Wasserstrahl jedoch nicht direkt auf die Fahrzeugreifen zielen, um Beschädigungen an den Winterreifen zu vermeiden.

Der Grund für die Vorwäsche: Salzkristalle und kleine Steinchen, die sich auf dem Lack befinden, können unter dem Druck der Walzen, Bürsten oder Textillappen in der Waschanlage wie Schmirgelpapier wirken und den Lack zerkratzen. Mit dem Zusatzprogramm „Unterbodenwäsche“ erstrahlen die empfindlichen und schwer erreichbaren Blechfalzen des Fahrzeugbodens in neuem Glanz. Eine Waschfunktion mit abschließender Trocknung hilft, die Gummidichtungen zu schonen und einem Anfrieren der Türen vorzubeugen. Mit Klebestreifen auf den Türschlössern lässt sich vermeiden, dass Wasser in die Schließzylinder eindringt und gefriert. Der ADAC macht den Vorschlag, Türdichtungen vor dem Kälteeinbruch mit geeigneten Mitteln zu behandeln.

Prüfen der Autobatterie. Draußen ist es früh dunkel und der Motor springt nur schwer an: Im Winter wird die Autobatterie mehr belastet als im Rest des Jahres. Um nicht plötzlich mit einem nicht mehr anspringenden Wagen auf der Straße zu stehen, solltet Ihr bei der Autopflege die Batterie frühzeitig testen. In der Regel halten Autobatterien fünf Jahre, bei der Autopflege im Winter kann eine regelmäßige Wartung aber nicht schaden. Kurzstreckenfahrern rät der ADAC, sie nach gewissen Zeitabständen nachzuladen.

Säubern der Scheiben. Zur Autopflege im Winter gehört auch das gründliche Säubern der Scheiben. Nässe und Schneematsch sorgen nicht selten für dreckige Fensterscheiben an Ihrem Auto. Um zu jeder Zeit freie Sicht zu haben, ist es wichtig, die Scheibenwischer auf Ihre Funktionsfähigkeit regelmäßig zu überprüfen. Das Wischwasser sollte aufgefüllt und mit Frostschutz versehen werden. Da die Scheibenwischer im Winter öfter zum Einsatz kommen, sind die Wischblätter schnell abgenutzt. Eine gründliche Reinigung mit Spülmittel reicht oftmals aus, damit sie wieder voll einsatzfähig sind. Noch ein Tipp: Klappt die Scheibenwischer nachts hoch! So kleben sie nicht an der Frontscheibe fest und beim Abziehen werden mögliche Schäden an den Gummilippen vermieden.

Pflege der Türdichtungen. Aufgepasst: Feuchtigkeit an den Gummilippen der Türen kann dazu führen, dass sie bei eisigen Temperaturen einfrieren. Achtet bei der Autopflege im Winter daher unbedingt darauf, die entsprechenden Stellen mit geeigneten Schutzmitteln wie Vaseline, Hirschtalg oder einem Graphitstift zu behandeln.  Nach der Behandlung perlt das Wasser dann an der Oberfläche ab.

Innenraumpflege. Bei der Autopflege im Winter wird er gerne vergessen: der Innenraum. Nässe im Wagen sorgt neben beschlagenen Scheiben auch für Rost und Schimmel. Sorgt daher dafür, dass der Innenraum trocken ist. Auch der Innenraum-Luftfilter sollte regelmäßig geprüft werden. Ist dieser stark verschmutzt oder verstopft, kommt weniger Luft ins Innere und die Scheiben beschlagen schneller. Dann sollte der Luftfilter in jedem Fall ausgetauscht werden. Auch das Säubern der Glasscheibe mithilfe eines Glasreinigers von innen führt dazu, dass die Scheiben weniger beschlagen und Ihr klare Sicht habt.

Erleichterung für Zugang zum A1-Führerschein

Neuer Motorrad-Führerschein für Fahrzeuge bis 125 ccm

Inhabern einer Fahrerlaubnis der Klasse B wird das Führen von Krafträdern der Fahrerlaubnisklasse A1 ab dem 31.12.2019 erleichtert.

Durch die Neuregelung können bereits erfahrene Autofahrer ihren Pkw-Führerschein relativ einfach und preiswert auf leichte Motorräder erweitern und sich damit eine zusätzliche Mobilitätsoption verschaffen.

Damit wird an eine in Deutschland bis zum 31.03.1980 bestandene Regelung angeknüpft, nach der Inhaber einer Pkw-Fahrerlaubnis der damaligen Klasse 3, Leichtkrafträder – damals noch mit 80 ccm und bis 80 km/h – ohne Ausbildung und Prüfung fahren durften.
Mit Inkrafttreten der Vierzehnten Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften am 31.12.2019 werden die damaligen Überlegungen, die zu einer Streichung dieses Einschlusses geführt haben, aufgegriffen. Insbesondere wahrt die Regelung die Balance zwischen den Belangen der Verkehrssicherheit einerseits und dem Zugang zum Führen von Leichtkrafträdern und damit einhergehend einer Stärkung der Elektromobilität in Deutschland andererseits.
Um ein Kraftrad der Klasse A1 führen zu dürfen, müssen Interessierte
seit mindestens fünf Jahren die Fahrerlaubnisklasse B besitzen,
das Mindestalter von 25 Jahren erreicht haben und eine theoretische und praktische Schulung im Umfang von mindestens 13,5 Zeitstunden (9 Unterrichtseinheiten zu 90 Minuten) absolviert haben, deren erfolgreicher Abschluss von einer Fahrlehrerin/einem Fahrlehrer bestätigt wurde.
Die Berechtigung wird durch die Eintragung der Schlüsselzahl 196 im Führerschein dokumentiert. Nach Eintragung der Schlüsselzahl 196 im Führerschein dürfen dann Krafträder (auch mit Beiwagen) mit einem Hubraum von bis zu 125 cm3, einer Motorleistung von nicht mehr als 11 kW, bei denen das Verhältnis der Leistung zum Gewicht 0,1 kW/kg nicht übersteigt, geführt werden.
Mit der Eintragung dieser Schlüsselzahl wird jedoch keine Fahrerlaubnis der Klasse A1 erworben, sodass mit dieser Berechtigung z. B. die Erweiterung auf die Klasse A2 nach § 15 Absatz 3 FeV nicht möglich ist. Auch ist sichergestellt, dass mit dieser Berechtigung Leichtkrafträder im Ausland nicht geführt werden dürfen.
Die Gesetzesänderung zu Führerscheinklasse B196 ist in Kraft.
Die Fahrerschulung umfasst mindestens neun Unterrichtseinheiten zu jeweils 90 Minuten. Es ist keine theoretische und keine praktische Prüfung erforderlich.
Voraussetzung für die Erweiterung der Klasse B mit der Schlüsselziffer 196 ist die Fahrerschulung mit mindestens vier theoretischen und mindestens fünf praktischen Unterrichtseinheiten zu jeweils 90 Minuten, der Vorbesitz der Pkw-Klasse B für mindestens 5 Jahre und das Mindestalter 25 Jahre.
Bisherige Regelung in Deutschland. Um sogenannte Leichtkrafträder mit 125 cm³ fahren zu dürfen war bislang in Deutschland eine Fahrberechtigung der Klasse A1 bzw. die alte Klasse 1b Voraussetzung. An dieser Regelung ändert sich durch die Neuregelung nichts.
Hinweis: Eine Fahrerlaubnis, die vor dem 1.4.1980 in den Klassen 2, 3 oder 4 (bzw. den korrespondierenden Fahrerlaubnisklassen der ehemaligen DDR) erteilt worden ist, berechtigt ebenfalls zum Führen von Leichtkrafträdern in Deutschland und im Ausland. 
Für alle anderen, die ihre Fahrerlaubnis nach dem 1.4.1980 erworben haben, galt: Nur mit der Führerscheinklasse A1 durfte ein Motorrad gefahren werden. Die Neuregelung hat dies nun geändert - aber nur für das Führen der Fahrzeuge der Klasse A1 in Deutschland!

Länder, in denen der Pkw-Führerschein auch 125er umfasst:

Italien: italienische Pkw-Führerscheine umfassen auch die Klasse A1 - Wichtig: Berechtigung gilt nur auf italienischem Hoheitsgebiet!

Belgien: belgische Pkw-Führerscheine, ausgestellt zwischen 1.1.1967 und 31.12.1988, umfassen die Klasse A.

Luxemburg: luxemburgische Pkw-Führerscheine, ausgestellt vor 1.7.1977, umfassen ebenfalls die Klasse A.

Norwegen: norwegische Führerscheine der Klassen 1 und 2, die vor dem 1.4.1979 ausgestellt wurden und später in das Modell N2/N3 der Klasse BE umgetauscht wurden, beinhalten die Klasse A1.

Frankreich: französische Pkw-Führerscheine berechtigen zum Führen von A1-Krafträdern, wenn sie vom 1. Januar 1955 bis zum 18. Januar 2013 ausgestellt wurden, eine konkrete 5-jährige Fahrpraxis nachgewiesen wird oder, wenn dieser Nachweis nicht geführt werden kann, die Bescheinigung an einer 3 bis 7 stündigen Schulung bei einer Fahrschule teilgenommen zu haben vorgelegt wurde (Code 79).

Österreich: österreichische Pkw-Führerscheine der Klasse B umfassen die Klasse A1, wenn mindestens 5 Jahre ununterbrochener Besitz der Klasse B besteht und der Nachweis des praktischen Fahrunterrichtes von insgesamt mindestens 6 Stunden in Fahrschulen oder bei einem Automobilclub nachgewiesen wurde (Code 111) - Der Code 111 wird außer in Österreich in folgenden EU-Ländern akzeptiert: Spanien (nach mindestens 3-jährigem Besitz der Klasse B), Portugal (ab einem Mindestalter von 25 Jahren), Tschechische Republik (nur mit Fahrzeugen mit Automatikgetriebe), Italien und Lettland.

(Quelle: BMVI-Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

 

 


 

Datum: 29.01.2020